Versorgungswerk - Landesärztekammer Hessen

Denken Sie an die Erfüllung der Wartezeit!

Sie haben Kinder erzogen und sind als Ärztin oder Arzt Mitglied einer berufsständischen Versorgungseinrichtung? Dann bedenken Sie bitte, dass die Anerkennung von Kindererziehungszeiten auf die Rentenanwartschaft beim Versorgungswerk leider nicht möglich ist. Sie sollten sich jedoch unbedingt die Ihnen zustehenden Kindererziehungs-zeiten bei der Deutschen Rentenversicherung anrechnen lassen. Die Kindererziehungszeiten werden grundsätzlich der Mutter angerechnet. Möchten Sie als Vater die Kinderer-ziehung bei Ihren Rentenzeiten anrechnen lassen, muss direkt nach der Geburt des Kindes ein Antrag auf Übertragung von der Mutter an Sie gestellt werden. Die Erziehungszeit, die mit dem Monat nach der Geburt des Kindes beginnt, darf dann noch nicht begonnen haben und die Mutter muss der Übertragung der Anrechnungszeit zustimmen.

Bisher verfielen für Mitglieder berufsständischer Versor-gungseinrichtungen viele dieser Ansprüche, weil sie bei der Deutschen Rentenversicherung allein aus Kindererziehungs-zeiten nicht die erforderlichen 60 Beitragsmonate erwerben konnten. Durch Einfügung eines neuen § 208 in das Sozialgesetzbuch VI wurde diese Benachteiligung nun behoben. Als Mitglied einer berufsständischen Versorgungs-einrichtung haben Sie die Möglichkeit, freiwillig Beiträge bis zur Erfüllung der allgemeinen Wartezeit von 60 Beitragsmonaten nachzuzahlen und so einen weiteren Rentenanspruch zu erwerben.

Die Beiträge können auf Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung frühestens nach Erreichen der Regelaltersrente und nur für so viele Monate nachgezahlt werden, wie zur Erfüllung der allgemeinen Wartezeit  von 60 Beitragsmonaten noch erforderlich sind. Dies geschieht nach dem zu diesem Zeitpunkt geltenden Mindestbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung.

Weitere Informationen erhalten Sie über die Deutsche Rentenversicherung (kostenloses Service-Telefon: 0800 1000 4800) oder deren örtlichen Auskunftsstellen.

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