Versorgungswerk - Landesärztekammer Hessen

Berufsunfähigkeitsrente

Absicherung durch die Gemeinschaft aller

Die Berufsunfähigkeitsrente ist eine gemeinschaftlich von allen Mitgliedern des Versorgungswerkes getragene Risiko-absicherung im Krankheitsfall. Wer  infolge seiner körperlichen oder geistigen Kräfte seinen Beruf als Arzt oder Ärztin nicht mehr ausüben kann und seine gesamte ärztliche Tätigkeit eingestellt hat, hat als Mitglied des Versorgungswerkes Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente (§ 3 Abs. 1 der Versorgungsordnung). Dies gilt bereits, nachdem mindestens einmal ein Beitrag ans Versorgungswerk gezahlt wurde. Anders als bei der gesetzlichen Rentenversicherung muss für einen Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente keine Wartezeit erfüllt werden.

Als ärztliche Tätigkeit gilt beim Antrag auf Berufsunfähig-keitsrente jede Tätigkeit, zu deren Ausübung ein abgeschlossenes Medizinstudium ganz oder teilweise Voraussetzung ist. Der Antrag muss schriftlich eingereicht werden. Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente wird nach § 14 der Versorgungsordnung festgelegt.

Die Berufsunfähigkeitsrente wird - anders als die übrigen Leistungen des Versorgungswerkes - nicht allein durch Beiträge des Mitgliedes, sondern durch die Solidargemeinschaft aller Mitglieder mitfinanziert. Wer Berufsunfähigkeitsrente erhält, ist deswegen zu erhöhter Mitwirkung verpflichtet. So kann das Versorgungswerk verlangen, dass sich das Mitglied zumutbaren Maßnahmen (z. B. Heilbehandlungen) unterzieht, durch die eine Berufsunfähigkeit verhindert oder beseitigt wird.

Wir empfehlen eine Beratung durch die Rentenabteilung, bevor Sie einen Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente stellen.

 

 

Fragen zur Berufsunfähigkeit?


Bitte schicken Sie uns eine Mail, rufen Sie uns an (069/97 964-222) oder schreiben Sie an das Versorgungswerk der Landesärztekammer Hessen, Rentenabteilung, Mittlerer Hasenpfad 25, 60598 Frankfurt. Für eine persönliche Beratung vereinbaren Sie bitte einen Termin.

Bei Anfragen bitte immer die Mitgliedsnummer angeben!

DATENSCHUTZ

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Wissenswertes


Arbeitsversuch möglich

Wer Berufsunfähigkeitsrente bezieht, kann einen Arbeits-versuch bis zur Dauer von 3 Monaten machen. Dafür muss rechtzeitig vor Beginn ein schriftlicher Antrag gestellt werden. Für die Dauer des Arbeitsversuches erhält das Mitglied die bisher gezahlte Berufsunfähigkeitsrente, auf die die Einkünfte aus ärztlicher Tätigkeit angerechnet werden. Wird danach die Rückkehr in den Beruf möglich, endet die Zahlung der Berufsunfähig-keitsrente mit Ablauf des Monats, in dem der Arbeits-versuch endet.

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